Diabetischer Fuß behandeln mit hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO)
Das diabetische Fußsyndrom gehört zu den häufigsten und zugleich schwerwiegendsten Folgeerkrankungen bei Diabetes mellitus. Durch Durchblutungsstörungen und Nervenschädigungen kann es zu schlecht heilenden Wunden kommen, die unbehandelt schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen können.
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann als ergänzende Behandlung dazu beitragen, die Wundheilung zu unterstützen und die Versorgung des betroffenen Gewebes zu verbessern.
Häufige Fragen zu dem diabetischen Fußsyndrom
Was ist ein diabetischer Fuß?
Beim diabetischen Fuß handelt es sich um eine Kombination aus Durchblutungsstörungen und Nervenschäden (Neuropathie), die dazu führt, dass Verletzungen am Fuß häufig unbemerkt bleiben und schlechter heilen.
Typische Merkmale:
- schlecht heilende Wunden oder Geschwüre
- verminderte Schmerzempfindung
- trockene, rissige Haut
- erhöhte Infektionsanfälligkeit
Ohne frühzeitige Behandlung kann sich der Zustand verschlechtern und im schlimmsten Fall operative Maßnahmen erforderlich machen.
Warum heilen Wunden bei Diabetes schlechter?
Bei Menschen mit Diabetes ist die Sauerstoffversorgung im Gewebe häufig eingeschränkt. Gleichzeitig sind wichtige Heilungsprozesse verlangsamt.
Gründe dafür sind unter anderem:
- gestörte Durchblutung
- verminderte Sauerstoffversorgung
- eingeschränkte Immunabwehr
- verlangsamte Zellregeneration
Wie kann die hyperbare Sauerstofftherapie helfen?
Bei der HBO wird reiner Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck eingeatmet. Dadurch kann deutlich mehr Sauerstoff im Blut gelöst und in das betroffene Gewebe transportiert werden.
Dies kann folgende Effekte haben:
- Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Wundgebiet
- Förderung der Neubildung von Blutgefäßen
- Unterstützung der Wundheilung
- Hemmung von Entzündungsprozessen
- Unterstützung der körpereigenen Abwehr
Die Therapie wird in der Regel ergänzend zu bestehenden Behandlungsmaßnahmen eingesetzt.
Wann ist HBO beim diabetischen Fuß sinnvoll?
Die hyperbare Sauerstofftherapie kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn:
- Wunden trotz Standardtherapie nicht ausreichend heilen
- eine eingeschränkte Durchblutung vorliegt
- Infektionen bestehen oder drohen
- das Risiko für Komplikationen erhöht ist
Eine individuelle ärztliche Einschätzung ist hierbei entscheidend.
Ziele der Therapie
Die hyperbare Sauerstofftherapie zielt darauf ab, die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers zu unterstützen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wundheilung zu verbessern.
Mögliche Ziele:
- Beschleunigung der Wundheilung
- Reduktion von Komplikationen
- Erhalt von Gewebe
- Verbesserung der Lebensqualität
Behandlung und Ablauf
Die Behandlung erfolgt in einer Druckkammer unter medizinischer Aufsicht.
Typischer Ablauf
- Ärztliche Untersuchung und Beurteilung der Wundsituation
- Individuelle Therapieplanung
- Durchführung mehrerer Sitzungen
- Regelmäßige Kontrolle des Heilungsverlaufs
Weitere Informationen
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